An welchen EU-Programmen nehmen wir teil?
Die Fachhochschule nimmt am Programm LLP/ERASMUS teil.
Weitere Informationen finden Sie bei folgenden Adressen:
Programm LLP
Allgemeine Information
Im Januar 2007 hat die EU-Kommission das neue Programm für Lebenslanges Lernen (LLP) gestartet. Das LLP-Programm wurde im Mai 2007 offiziell eröffnet und hat eine Laufzeit von 2007/08 bis 2013/14.
ERASMUS – ein Akronym für European Community Action Scheme for the Mobility of University Students - ist für Studierende, die sich für einen Studienaufenthalt im europäischen Ausland interessieren, daher das wichtigste Mobilitätsprogramm innerhalb des LLP.
Seit dem Start von ERASMUS 1987/88 haben insgesamt über 1 Million Studierende aus inzwischen 31 Ländern Europas die Gelegenheit zu einem Auslandsstudium mit einem Mobilitätszuschuss des EU-Programms genutzt.
ERASMUS ist damit zu einem wichtigen Motor für den Bologna-Prozess und den europäischen Hochschulraum geworden: das „europäische Feeling“ unter Studierenden, erweiterte Fremdsprachenkenntnisse, internationale Freundschaften, die Vergleichbarkeit und gegenseitige Anerkennung von Studienleistungen innerhalb Europas, internationale Abschlüsse, europäische Studiengänge, etc.
Voraussetzungen für die Teilnahme
Die Fachhochschule hat im Jahr 2007 eine erweiterte ERASMUS-Universitäts-Charta (EUC) mit einer Laufzeit von 2007 bis 2013 beantragt und erhalten. Damit ist die Fachhochschule berechtigt an allen Aktivitäten des Programms teilzunehmen. Dazu gehören die Durchführung von Studienaufenthalten und Praktika für Studierende wie auch der Austausch von Hochschullehrern und die Realisierung von Intensivprogrammen.
Die Fachhochschule ist zur Veröffentlichung ihrer Erklärung zur Erasmus Hochschulpolitik, die Bestandteil des EUC-Antrages ist, auf ihrer Internet-Seite verpflichtet. Sie hat folgenden Wortlaut:
a) Die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege ist eine Hochschule spezieller Art. Ihr Auftrag ist die Ausbildung für Tätigkeiten in staatlichen und kommunalen Behörden, für den Polizeidienst und bei Gerichten in Bayern. Sie bereitet die Studenten auf festgelegte berufliche Tätigkeiten vor, die vielfältige Berührungen mit internationalen Fragen haben. Die nationalen Verwaltungen sollen als positive Multiplikatoren europäischer Interessen fungieren. Daher ist das Thema der europäischen Integration ein wesentlicher Lehr- und Prüfungsinhalt, wie es auch im Leitbild der Hochschule zum Ausdruck kommt. Ohne internationale Kooperationen könnte die Hochschule ihre Aufgaben nicht effektiv erfüllen. Hochschulleitung und -gremien haben daher schon vor längerer Zeit beschlossen, auf die Internationalisierung der Ausbildung ein besonderes Augenmerk zu richten und sich als eine der wenigen speziellen Hochschulen für öffentliche Verwaltung am Erasmus-Programm zu beteiligen.
Als Ziele sind im Kooperationsplan aufgeführt, den Studenten durch die Mobilitäten eigene internationale Erfahrungen zu verschaffen und so die fachlichen und persönlichen Kompetenzen zu entwickeln, die Dozenten im Wege der Mobilität bei der Erweiterung ihrer Lehrfähigkeiten zu unterstützen und letztlich innerhalb der aktuellen Laufzeit von LLP/Erasmus aus den Partnern ein internationales Netzwerk von Hochschulen für die öffentliche Verwaltung zu bilden, das einheitliche und länderübergreifende Ausbildungsprogramme für die Verwaltungsberufe hervorbringt.
Die Priorität richtet sich auf Hochschulen mit gleichen Studieninhalten in Mittel- und Osteuropa. Hier hat sich ein intensiver personeller und fachlicher Austausch ergeben, der weiter ausgebaut wird. Die in unserer EPS 2002 genannten Ziele sind weitgehend erreicht, sodass eine gute Basis für die Ausdehnung der Aktivitäten besteht. Bei der eigenen Studentenmobilität ist ein Umfang der Teilnahme von mehr als 10% eines Studienjahrganges angestrebt. Die Zahl der Gaststudenten kann deutlich höher liegen. Hier werden die Kapazitäten den Partnerhochschulen offensiv angeboten. Bei der Dozentenmobilität soll eine Ausweitung des Umfanges und der Zeiten erreicht werden. Für die Laufzeit von LLP/Erasmus sind die Entwicklung eines Intensivprogramms und eines gemeinsamen Curriculums beabsichtigt.
b) Die Erasmus-Aktivitäten erscheinen jährlich in den offiziellen Publikationen der Hochschule als Gesamtbericht. Über einzelne Ereignisse berichtet jeweils aktuell die Presse. Diese Artikel werden in einer Presseschau der Hochschule im Internet veröffentlicht. Örtliche Repräsentanten des öffentlichen Lebens empfangen die Gäste zum Meinungsaustausch.
Die EUC wird ausgehängt und ebenfalls im Internet veröffentlicht. Besondere Maßnahmen zur Verhinderung von Diskriminierung sind nicht erforderlich. Die Integration funktioniert einwandfrei. Probleme sind unbekannt. Für behinderte Gäste gibt es besondere Hilfen.
Grundbedingung aller studentischen Mobilität ist die beiderseitige akademische Anerkennung. In allen Kooperationen wird das ECTS-Punktesystem angewandt. Darüber hinaus nimmt die Fachhochschule auch Prüfungen ab, die anerkannt werden.
Entsandte Studenten erhalten umfassende Informationen über die Studienprogramme und die Lebensbedingungen durch Publikationen der Partnerhochschulen in Schriftform und im Internet, durch Berichte über frühere Mobilitäten und durch direkte Kontakte mit den internationalen Büros der Partner. Sie werden von erfahrenen Hochschullehrern beraten. Es werden auch Kontakte zu älteren Erasmus-Studenten vermittelt, die ihre Erfahrungen weitergeben. Jeder Mobilität liegt eine Vereinbarung über den Studienaufenthalt und die Inhalte (Learning Agreement) zugrunde. Diese vorbereitenden Maßnahmen sorgen insgesamt für eine hohe Qualität der Durchführung. Die entsandten Studenten verarbeiten ihre im Ausland erworbenen Fähigkeiten häufig in Projekten und Diplomarbeiten.
Aufzunehmende Studenten erhalten alle Informationen zum Studium (Inhalte, ECTS) im Internet. Sie werden in den Studienbetrieb voll integriert und sind für die ganze Zeit ihres Aufenthalts Mitglied einer Studiengruppe. Die Unterbringung findet ausschließlich im Wohnheim der Fachhochschule statt. Die Gaststudenten haben einen ständigen Ansprechpartner und erhalten speziell für sie entwickelte Grundlageninformationen zu den Studienfächern. Sie nehmen an den Freizeitangeboten teil und sind niemals sich selbst überlassen.
Die sprachliche Vorbereitung geschieht auf verschiedene Weise: Deutsch-Kurse für Ausländer vor der Ankunft im Internet und als Präsenzkurse an der Fachhochschule, Teilnahme der zu entsendenden Studenten an den EILC-Kursen.
Die Dozentenmobilität wird im vollen Umfang auf die Lehrverpflichtung angerechnet. Die Hochschulleitung kümmert sich um eine Ausweitung der Aktivitäten.
In die Evaluation der Maßnahmen sind alle Hochschullehrer und Studenten einbezogen. Die Erkenntnisse sorgen für eine ständige Verbesserung.
Praktika sind obligatorische Elemente des Studiums an der Fachhochschule, das dem dualen System folgt. Vorrangiger Partner in der Ausbildung sind Behörden und Einrichtungen des öffentlichen Sektors. Aber auch privatwirtschaftliche Unternehmen können ihren Beitrag zum Ausbildungserfolg leisten. Das gilt in gleicher Weise für ausländische Praktikumsstellen.
Die Fachhochschule beabsichtigt mit ausgewählten ausländischen Einrichtungen Rahmenverträge über die Aufnahme von Praktikanten zu schließen. Geeignete Praktikumsstellen finden sich bei den Partnern unserer sonstigen internationalen Bildungsmaßnahmen oder sie werden von deutschen Behörden, die über Partnerschaften verfügen, vermittelt. Bestandteile solcher Rahmenvereinbarungen sind Aufstellungen über Lernziele und praktische Ausbildungsinhalte. Sie erstrecken sich auch auf die Ausbildungsbereiche und Tätigkeitenkataloge, Qualifikationsmerkmale der Ausbildungsverantwortlichen und Leistungsnachweise. Die Rahmenvereinbarungen bilden insgesamt einen Pool von Praktikumsstellen, aus dem die Praktikanten auswählen können.
Auf der Basis der Rahmenvereinbarung findet das konkrete Praktikum statt, für das ein Vertrag geschlossen wird, der die Zeiten, Rechte und Verpflichtungen, die beteiligten Personen, die Anfertigung von Berichten, Bewertungen und Zeugnissen festlegt.
Die Vorgehensweise entspricht insgesamt dem Verfahren, wie es bei inländischen Praktika, mit denen die Fachhochschule viele Erfahrungen gesammelt hat, üblich ist. Für die Organisation der Praktika wird bei der Fachhochschule eine Zuständigkeit geschaffen. Die Praktikanten haben während des Praktikums einen festen Ansprechpartner in der Heimathochschule, den sie zu allen übergeordneten Fragen kontaktieren können.
Die Verantwortlichkeit erstreckt sich auch auf die Evaluierung jeder Aktivität, um die Durchführung laufend zu verbessern. Da die Praktika Pflichtbestandteile des Studiums sind, ist die akademische Anerkennung gewährleistet.
Programm Tempus
Die Fachhochschule nimmt weiterhin am EU-Programm TEMPUS teil, das sich auf die Länder bezieht, die nicht der EU angehören. Im Vordergrund stehen Aktivitäten zur Entwicklung von Studienprogrammen und der Austausch von Dozenten.
Weitere Informationen:

