Eine Feier mit gleich drei Jubiläen
Von Sandra Hüttner
Hirschberg/Hof - 226 Diplomanden des Studienjahrgangs 2006/2009 der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege Hof des Studiengangs gehobener nichttechnischer Verwaltungsdienst und 26 Diplomanden des gehobenen technischen Dienst in der Verwaltungsinformatik haben kürzlich ihre Diplomurkunden erhalten. Bis spät in die Nacht feierten die Absolventen mit Angehörigen, Freunden und Hochschulmitarbeitern bei einer großen Party den Abschied vom Studium und der Stadt Hof, die ihnen drei Jahre lang zur Heimat geworden war. Die Feier endete in der Mensa der Fachhochschule zu Klängen der Band "Radspitz".
Über 10 000 Absolventen haben die Verwaltungsfachhochschule seit Gründung vor 25 Jahren verlassen und ihren gehobenen Dienst in staatlichen und kommunalen Behörden in allen Teilen Bayerns angetreten. Präsident Reinhard Brey sprach von einer besonderen Diplomierungsfeier, die mit drei Jubiläen einherging. Zum einen, da die Diplomierungsgruppe ausgerechnet im 20. Jahr nach der Wende die Feier in einem Festsaal im Freistaat Thüringen, "also nicht mehr in Bayern ganz oben, sondern mitten im Herzen Deutschlands" aussuchte.
Eingangs hatten die Absolventen Anna-Lena Blum und Benjamin Wallner, die in humoriger Weise durch die gut drei Stunden dauernde Feier führten, ein Landesschild Bayerns auf der Bühne enthüllt, was für Applaus und Lachsalven sorgte. Der Hirschberger Bürgermeister Rüdiger Wohl hatte nichts dagegen, einen Nachmittag als bayerischer Bürgermeister zu agieren.
Das zweite Jubiläum stellte die 25. Diplomierungsfeier seit dem Bestehen der FH dar. Das dritte Jubiläum feierte man mit der 10.000. Absolventin, die seit 1985 in die bayerische Verwaltung entlassen wurde: Julia Thiele von der Landeshauptstadt München. Präsident Brey versicherte, dass ordnungsgemäß nach der Reihung der Matrikelnummer ausgewählt wurde.
Die Diplomierungsfeier entpuppte sich auch in musikalischer Hinsicht als unvergessliches Erlebnis. Das große Bläserensemble, sage und schreibe 68 Musikerinnen und Musiker, begeisterte unter der Leitung des Kapellmeisters und Diplomanden Christian Metz das Publikum. Ebenso brachte der Hochschulchor unter dem Dirigenten und Studierenden Thomas Bertossi stimmgewaltig Stücke zu Gehör. So zeigte sich, dass die bayerischen Beamten weit mehr können, als nur mit Paragrafen umzugehen.
Von 283 Studienanfängern der allgemeinen inneren Verwaltung sind 240 zur Prüfung angetreten, 226 haben es gleich auf Anhieb geschafft. Die 14 anderen sitzen derzeit im Crash-Kurs für die Wiederholungsprüfung.
Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner sprach von einer Premiere, die Diplomierungsfeier außerhalb von Bayern zu feiern. Innen-Staatssekretär Gerhard Eck gab den frischgebackenen Diplomverwaltungswirten und Diplomverwaltungsinformatikern mit auf den Weg, auf dem soliden geschaffenen Fundament aufzubauen und die sich vielfältig bietenden Chancen zu nutzen.
Nach der Ehrung dankte Studierendenvertreter Sebastian Gründel den Lehrern an der Fachhochschule und erinnerte die Diplomanden: "Denkt immer daran, was wir an unserem allerersten Tag in Hof gelernt haben: Beamter werden, Mensch bleiben."
Zum Foto:
Die besten Absolventen mit Staatssekretär Gerhard Eck (links) und FHVR-Präsident Reinhard Brey (rechts): Fabian Weber (14,23 Punkte) Oberlandesgericht München, André Schmidt (14,08 Punkte), Stadt Aschaffenburg; Mario Kunze (12,83 Punkte), Regierung von Oberbayern; Katja Martin, Regierung von Oberbayern und Manuel März, Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (beide 12,45 Punkte) (von links).









