"Wir haben etwas Positives rübergebracht"
Herr Schwab, bevor es um die Deutsche Meisterschaft geht - wie haben die Hochschulkicker das Finale der Champions League erlebt?
Bei einer Superstimmung in der rappelvollen Mensa der Verwaltungs-FH. Die Fans haben das Spiel auf einer Großleinwand gesehen. Es war klasse, weil die eine Hälfte für Barcelona war, die andere für Manchester.
Und wie war die Stimmung bei den Meisterschaften vor Ort?
Ebenfalls bestens. Ich bin sicher, dass alle ihren Spaß hatten. Es hat ja schließlich auch alles gepasst. Die Plätze waren prima, das Wetter auch und auch das Entgegenkommen der Stadt bei allen Belangen war ausgesprochen gut. Es fing schon mit der Eröffnung mit indischem Tanz an, der sehr gut ankam, und dann ging während der Turniertage auch die Players Night über die Bühne. Da haben über 200 Leute kräftig miteinander gefeiert - und es waren natürlich nicht nur Spieler da, sondern auch einige Damen.
Die Deutschen Hochschul-Meisterschaften in Hof müssten demnach auch eine gute Werbung für die Gastgeber gewesen sein.
Ob wir gute Gastgeber waren, das müssen Sie die Gäste fragen. Aber wir sind zufrieden, ich denke, wir haben etwas Positives rübergebracht. Außerdem kennt man die Hofer schon lange. Wir waren schon mehrmals Titelträger und haben uns ein gewisses Renommee erarbeitet.
Die Mannschaft der beiden Hochschulen hat sich gewissermaßen auch als freundlicher Gastgeber erwiesen. Sie hat den anderen den Vortritt in die Halbfinalspiele gelassen.
So könnte man das auch formulieren. Drei Unentschieden und eine Niederlage sind natürlich bitter. Aber wir haben leider ohne Fortune gespielt. Rein spielerisch betrachtet, hätten wir auch alle vier Spiele gewinnen können. Wenn man mehrere Hundertprozentige aber nicht reinbekommt, dann läuft es eben so. Ich will aber keinem einen Vorwurf machen. Die Mannschaft hat sich sehr reingehängt - vielleicht zu sehr. Sie wollte unbedingt wieder den Titel, und wenn es nicht glatt läuft, dann verkrampft man. Aber es gibt ein nächstes Mal. Trotzdem: Der Sieg wäre natürlich das i-Tüpfelchen gewesen.
Die Mannschaft besteht aus Spielern der beiden benachbarten Hochschulen. Gibt es das eigentlich nur im Fußball?
Die Verwaltungs-FH und die Hochschule Hof bilden auch Teams beim Basketball und im Volleyball. Wir arbeiten da ganz gut zusammen. Auch mit diesen beiden Mannschaften sind wir bei Turnieren in Bayern und sogar in ganz Deutschland unterwegs. Das macht einen Heidenspaß und ist auch für alle Spieler immer wieder interessant, weil es mal was anderes als der Lehrbetrieb ist.
Das Gespräch führte Harald Werder
(Hofer Anzeiger vom 29. Mai 2009)



