Hofer Hochschulen feiern 10 Jahre Studiengang Verwaltungsinformatik
Hof – „Das Arbeiten an den Schnittflächen von Verwaltung und Informationstechnologie ist der interessanteste Aspekt an der Tätigkeit eines Verwaltungsinformatikers“ berichtete die ehemalige Studentin Britta Kollarz in ihrem Redebeitrag zur Feierstunde der beiden Hofer Hochschulen zum zehnjährigen Bestehen des gemeinsamen Studiengangs Verwaltungsinformatik.
Viele aktuelle und ehemalige Studenten des Studiengangs, Dozenten beider Hochschulen sowie zahlreiche Ehrengäste waren in der Sporthalle der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung zusammengekommen, um das Jubiläum des in Bayern einmaligen gemeinsamen Studiengangs zweier Hochschulen angemessen zu feiern.
Der Präsident der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege, Reinhard Brey, und die Kanzlerin der Hochschule für angewandte Wissenschaften, Dagmar Pechstein, wiesen in ihren Begrüßungen auf die schwierigen Geburtswehen des Studiengangs hin. Immerhin galt es im Jahr 2001 zwei unterschiedliche Hochschulsysteme in Einklang zu bringen, um den damals 28 Studenten des ersten Studienjahrgangs ein abgestimmtes Studium der Informatik und der verwaltungswissenschaftlichen Grundlagen zu ermöglichen. Das Ergebnis kann sich nach den Worten des Präsidenten sehen lassen: Insgesamt 273 Absolventen haben den Studiengang zwischenzeitlich erfolgreich durchlaufen. Sie besetzen in den Rechenzentren der staatlichen und kommunalen Verwaltungen immer wichtiger werdende Arbeitsfelder, ohne die Verwaltungsdienstleistungen heute nicht mehr effizient erbracht werden können.
Der Vertreter des CIO des Bayer. Staatsministeriums der Finanzen, Leiter der Abteilung VII – Informations-/Kommunikationstechnik und Vermessungsverwaltung, Ministerialdirigent Dr.-Ing. Rainer Bauer, betonte in seiner Festrede, dass mit dem Studiengang der beiden Hofer Hochschulen 2001 bundesweit erstmalig ein Ausbildungsmodell geschaffen wurde, das zwischenzeitlich auch in anderen Bundesländern nachgeahmt werde. Es war aus dem Bedürfnis geboren, auf dem umworbenen Informatikermarkt einerseits kompetente Fachleute für die Verwaltung zu gewinnen und andererseits bereits im Studium dem künftigen Informatiker die speziellen Arbeitsabläufe und Anforderungen der Verwaltung nahezubringen. „Die vergangenen 10 Jahre haben bewiesen“, so Dr. Bauer, „dass diese Zielsetzung erreicht wurde und der Studiengang sich zu einem bayerischen Erfolgsmodell entwickelt hat“.
Die Prüfungsbesten aus dem Studienjahrgang 2008/2011 wurden von Ministerialdirigent Dr.-Ing. Rainer Bauer und dem für die FHVR zuständigen Referatsleiter im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen Ministerialrat Peter Rötzer ausgezeichnet. Markus Raab vom Bayerischen Landesamt für Steuern, Dienststelle München erzielte 14,21 von 15 möglichen Punkten, Alexander Rais Parsi vom Oberlandesgericht München 13,72 und Florian Ostermeier vom Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung 13,45 Punkte.
Prof. Dr. Thomas Schaller, der Leiter des Studiengangs an der Hochschule für angewandte Wissenschaften, belegte schließlich mit seinem Bericht über einige Episoden aus dem Studienalltag, dass das Studium zwar anspruchsvoll, aber keineswegs nur aus trockener Wissenschaftlichkeit besteht.
Der Festakt wurde umrahmt von den sehr ansprechenden musikalischen Beiträgen des Bläserensembles und des Chores der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege.
K.D.


